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… und alle alle kamen … Tag der offenen Tür im Haus der Familie in Katzenelnbogen von Uschi Weidner

… und alle alle kamen … der König rief nicht, der weitere Text des Spruches passt auch nicht, aber der Eindruck des überaus großen Zuspruchs beim Tag der offenen Tür im Haus der Familie sprang in die Augen. Darauf können alle stolz sein, die in den Jahren seit dem 8. Januar 2011 dazu beigetragen haben, dass sich dieses Haus immer weiterentwickelt hat und heute eine feste, unverzichtbare Institution im Bereich der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen darstellt. „Komm, bau ein Haus, was uns beschützt“, hatte Frank Puchtler damals gesagt. Wie überzeugend das geschah, davon konnten sich alle Besucher beim Tag der offenen Tür überzeugen. Das Haus steht für viele Zielgruppen, für Jung und Alt. Für zahlreiche Angebote und die Bewältigung von Familienaufgaben. Mütter, Väter, Kinder, Senioren, immer sind neue Gruppen hinzugekommen. Die Flüchtlingshilfe, die Suchtselbsthilfe. Das Angebot war und ist nie „zu Ende“. Das Haus der Familie in Katzenelnbogen hat sich über die Jahre gut aufgestellt und ist eine Anlaufstelle für alle Bürger im Einrich geworden. Neben den vielfältigen Bildungs-, und Freizeitangeboten für alle Generationen bieten zahlreiche Kooperationspartner spezialisierte Beratungsangebote für alle Lebensbereiche. Zudem spielt ehrenamtliches Engagement im Haus eine tragende Rolle. Das Haus der Familie-Katzenelnbogen hat am 01.01.2017 als eines von rund 100 neuen Mehrgenerationenhäusern die Arbeit im gleichnamigen Bundesprogramm aufgenommen und soll in den nächsten vier Jahren mit 40.000 Euro pro Jahr gefördert werden. 10.000 Euro werden durch die Kommune aufgebracht, drei Viertel stellt das Bundesfamilien-ministerium. Das ermöglicht den Ausbau der durch das Landesprojekt -Häuser der Familie- entstandenen Angebote für Groß und Klein und bietet Spielraum für die Umsetzung guter Ideen zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen in der Kommune und den demografischen Wandel noch gezielter in den Blick zu nehmen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, generationenübergreifende Projekte, die Integration von Menschen mit Fluchthintergrund und die Förderung von Freiwilligenengagement stehen hierbei im Mittelpunkt. Dazu wurde der Offene Treff, in Form eines Cafe´s für Jedermann, neu gestaltet.

Bürgermeister Harald Gemmer ging in seiner Ansprache bei der Eröffnung auf den Werdegang des Hauses ein. Er dankte denjenigen, die damals durch ihr „Handzeichen“ zu der Entstehung des Hauses beitrugen und sich nicht entmutigen ließen.  Stadtbürgermeister Horst Klöppel begrüßte als Hausherr.

Marietta Signus, pädagogische Leitung des Haus der Familie-Katzenelnbogen, hieß ebenfalls die Besucher herzlich willkommen. Sie ermutigte die Gäste, sich ihren ganz persönlichen Eindruck von „unserem Innenleben“ zu machen und herauszufinden, was sich hinter den Türen verbirgt. Sie dankte allen Aktiven im und um das Haus; all diejenigen die mit ihrem Engagement unser Haus beleben, machen das Haus der Familie zu dem, was es jetzt ist. Alle Unterstützer, Förderer und Freunde des Hauses tragen maßgeblich zum Fortbestand der Einrichtung bei. Sie sprach ein herzliches Dankeschön aus an alle Kooperationspartner, alle Kursanbieter und vor allem an die Ehrenamtlichen –  Erwachsene oder Jugendliche, die Flüchtlingsinitiative, die Suchtselbsthilfe, das Team der Bücherei, sowie die Vereine und damit auch das Familienzentrum. Das freiwillige Engagement sei nicht wegzudenken und bilde eine unverzichtbare Basis für zahlreiche Projekte. „Wir schätzen es sehr, euch an unserer Seite zu wissen!“ Ein Dank geht ebenso an die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die durch das Projekt „Familie sind wir“ ebenso zu Kooperationspartnern geworden sind. Ihr Dank galt natürlich auch der Verbandsgemeindeverwaltung und allen Mitarbeiter, die sowohl Trägerschaft als auch Verwaltungsaufgaben übernehmen; sie bedankte sich beim Stadtbürgermeister und Hausherrn Horst Klöppel, sowie bei den Ortsbürgermeistern, welche die Arbeit  der Institution befürworten. „Sie alle unterstützen Projekte oder halten Angebote für die Bürger und Bürgerinnen vor und tragen damit unser Haus der Familie mit“. Ihr ganz persönlicher Dank ging an die Kolleginnen im Haus, sowie an das Team Hausaufgabenzeit, den Beirat des Hauses und unsere Öffentlichkeitsarbeit. „Täglich, wöchentlich, monatlich stellen wir uns gemeinsam dem Alltagsgeschäft und neuen Herausforderungen. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit. Gemeinsam und gut vernetzt mit all den genannten Partnern – nur so kann es gehen“!

Neben dem Fundament durch „Man-Power“ also geballte Kraft durch mitwirkende Personen, dankte sie auch denjenigen, die das Haus 2017 mit einer Spende bedacht haben. Es gab zahlreiche Sachspenden, sowie Finanzspritzen, durch die viel Neues ermöglicht werden konnte. Sie nutzte die  Gelegenheit, um Danke zu sagen: ein Dank geht an die Brüder Erwin und Peter Fischer, an das Familienzentrum im Einrich, an den Ortsbürgermeister von Berghausen Thomas Pfaff, Prohelios, die Zukunftswerkstatt, sowie an die Bruchpiloten Eisighofen. Insgesamt kam eine Summe von 10.700 Euro zustande, die nun in die Zukunft des Hauses und damit in zahlreiche Projekte fließen kann.

Roswitha Hoffmann und ihr Team in der Bücherei für den Einrich hatten ebenfalls  die Türen offen. Die Bücherei für den Einrich passt perfekt in den Rahmen des Haus der Familie. Sie ist eine weitere Zukunftsinvestition für die nächste Generation. Unnötig zu betonen, wie unerlässlich Büchereien nicht nur für die Leseförderung sind. Nach einer Statistik sollen gegenwärtig mehr Menschen in Bibliotheken, als in Fußballstadien gehen. Weil die Bücherei attraktiv gestaltet ist, wird sie auch gut genutzt und legt bei Kindern einen Grundstock für den Umgang mit dem Lesen. Aber auch die Erwachsenen kommen hier stets auf ihre Kosten: Die Autorin Ute Dombrowski hatte ihre Bücher mitgebracht und ließ die Besucher an der Entstehung eines neuen Kriminalromanes teilnehmen.

Heidi Müller aus Bremberg, ehemalige Schülerin des Lehrers Volker Wessel, stellte dessen Bücher und besondere Fotos aus seiner Zeit in Mittelfischbach und am Schulzentrum Katzenelnbogen vor.

Nach dem kleinen offiziellen Teil gab es die Möglichkeit, sich im großen Raum der Stadthalle an einem bunten Programm zu erfreuen. Infostände, Live-Musik, Leckereien und Mitmach-Aktionen für Jung und Alt, auch ein Rauschbrillenparcour, luden ein. Eine Familienrallye, Fotoshooting, Traumreisen für Kinder, Entspannungsübungen für den Alltag, Kinderschminken, Kreativ-Angebote, ein Gewinnspiel und vieles mehr lockten und beschäftigten die Besucher über den Nachmittag. Das gesamte Angebot war an einem Nachmittag gar nicht zu schaffen. Besonders die musikalischen Beiträge spannten einen Bogen zum Geschehen. Der Chor der Grundschule im Einrich mit rund 60 Kindern oder die Live-Musik mit den Boondocs 3.0 erfreuten.

Boondocks 3.0

Die Gäste wurden während des Nachmittags nie weniger. Für den Hunger und den Durst gab es ein Kuchenbuffett und einen Waffelstand mit Kaffee- und Teespezialitäten aus aller Welt. Der Nachmittag erzeugte Staunen und strahlende Gesichter bei den Besuchern. Aber auch bei den Gastgebern und Teammitgliedern.

Uschi Weidner